Aktuelles

In diesem Projekttagebuch dürfen Sie gerne blättern: Vom Startschuss des Projektes, Bodenschieben für die Neuanlage querterrassierter Weinberge, der Begrünung, den Untersuchungen zur Biodiversität und weinbaulichen Aspekten und noch vieles mehr... Hier gewinnen Sie Eindrücke und einen Überblick über das Projekt BioQuiS.

November 2018

Auftaktveranstaltung:  Das BioQuiS-Team stellte das Projekt einem breiten Publikum aus Winzern, Verbänden, Naturschutz- und Weinbaubehörden sowie Ministerien aus Hessen und Rheinland-Pfalz vor. Unterstützt wurden Sie von ihren drei Praxispartnern. So konnten Stefan Seyffardt und Carsten Weiland von den hessischen Staatsweingütern, Gundolf Laquai (Weingut Laquai, Lorch) und Jochen Ratzenberger (Weingut Ratzenberger, Bacharach) wertvolle Erfahrungen mit der Neuanlage der Querterrassenweinberge weitergeben. Zum Thema Hangstabilität referierte der Experte Dr. Rogall vom Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz.

September 2018

Für die Erfassung der fliegenden Insekten werden wir im nächsten Jahr Farbschalen in den Weinbergen aufstellen, die die Blütenfarben der Bestäuber imitieren. In einem ersten Praxistest haben wir die Konstruktion auf ihre Eignung im Feld getestet. 

Ob und in welchem Ausmaße eine Querterrassierung die Weinqualität beeinflusst, ermitteln wir anhand von Mini-Gärungsversuchen. Hierzu spielt die Analyse von wertgebenden Inhaltsstoffen in Beere, Most und späterem Wein eine große Rolle.

August 2018

Kurz vor der Lese Ende August haben wir noch ein zweites Mal Bodenfallen ausgebracht, um bodenaktive Insekten auch im Spätsommer zu erfassen.

Suchbild mit Heuschrecke: Wer findet sie?
Wir planen für das nächste Jahr Heuschrecken über Abschlussarbeiten zu untersuchen.

Die Veränderung der Zeilenorientierung bedeutet ebenfalls eine Veränderung des Mikroklimas der Rebe. Um einen Unterschied zwischen der Strahlungsintensität zwischen den Varianten und der verschiedenen Laubwandseiten zu ermitteln, hat Timo Strack, der Doktorand für die weinbaulichen Fragestellungen, lichtsensitive Farbstreifen im Bereich der Laubwand positioniert.

Juli 2018

Mit welchen Pflegemaßnahmen kann der Artenreichtum der Querterrassen-Böschungen erhalten und gefördert werden? In drei Weinbergen eines unserer Praxispartner untersuchen wir die Wirkung verschiedener Mahdhäufikeiten und die Effekte beim Entfernen des Mahdguts sowie dem Verbleib auf der Böschung oder in der Gasse.

 

Im Juli hat Vera Wersebeckmann, die Doktorandin für die ökologischen Fragestellungen, die ersten Vegetationserhebungen gemacht. Noch ist die Vegetation schütter, auch wegen der großen Trockenheit im Sommer 2018. Aber man sieht schon die Rosetten vieler Arten, die nächstes Jahr aufwachsen und blühen werden.

Juni 2018

Den enormen Starkregen Anfang Juni 2018 mit über 80 l/qm innerhalb von drei Stunden haben unsere neugeschobenen und schon mit Reben bestockten Querterrassen-Weinberge gut überstanden. Von den Böschungen wurde etwas Feinmaterial geschwemmt, das sich aber direkt in den Gassen sammelte.

Im Gegensatz dazu traten insbesondere in neu angelegten Falllinien-Weinbergen Erosionsschäden auf. Hier wurden die frisch gepflanzten Reben teilweise aus den Flächen ausgespült und größere Erdmassen am Talfuß angeschwemmt.

Auf einer ersten Veranstaltung informieren sich die DBU und der Projektbeirat über das Projekt und den Projektfortschritt. Das Treffen fand in der Domäne Assmannshausen der hessischen Staatsweingüter statt.

(v.l.n.r.) Joachim-Eberhard Maltzahn, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz; Volker Wachendörfer, Deutsche Bundesstiftung Umwelt; Manfred Klein, Bundesamt für Naturschutz; das Geisenheimer BioQuiS-Team Timo Strack, Vera Wersebeckmann, Ilona Leyer, Manfred Stoll. Es fehlt Beiratsmitglied Michael Lipps, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinland-Pfalz.

Mai 2018

Um zu untersuchen, ob und wie sich die Laufkäfergemeinschaften in Querterrassen- und Falllinien-Weinbergen sowie angrenzenden Brachen unterscheiden, haben wir Ende Mai Bodenfallen ausgebracht. Die Becherfallen wurden so eingegraben, dass sie mit der Bodenkante abschließen, um für die bodenaktiven Käfer kein Hindernis darzustellen.

April 2018

Anfang April wurde die Planung in die Praxis umgesetzt.

Aus der Luft sieht man die unterschiedlichen Behandlungen: Ein heller Film auf den Böschungen zeigt die Nassansaat. Links oben ist die Ansaat noch nicht erfolgt.

März 2018

Eine erste Pressemitteilung in verschiedenen regionalen Zeitungen macht auf das Projekt aufmerksam.

Nach dem Frost haben unsere Praxispartner die Bodenschiebearbeiten für die Neuanlage querterrassierter Weinberge machen lassen. Insgesamt wurden mehr als 3 ha Weinberge neu angelegt - viel Boden wurde dabei bewegt…

Die Begrünung wurde genau geplant, denn wir wollen herausfinden, welchen Einfluss Trocken- und Nassansaat, die unterschiedlichen Saatmischungen (Regelsaatgut, Regiosaatgut, Wiesendrusch), die ergänzende Ansaat mit Ammensaatgut, Düngung und Heuabdeckung haben…

Juli 2017

Aber eigentlich begann das Projekt schon mit den vorbereitenden Arbeiten in 2017-nämlich mit der Wiesendruschernte. Dabei wurden zwei artenreiche Wiesen im Juli 2017 von ansässigen Landwirten gemäht...

… und das Mahdgut mit einem Spezialdrescher gedroschen.

Insgesamt konnten so mehr als 600 kg Wiesendrusch für die spätere Begrünung der Weinberge im Projekt geerntet werden.

24.10.2017

Der Bewilligungsbescheid der Deutschen Bundesstiftung Umwelt ist da: Jetzt kann es losgehen!